Stimmen aus Presse und Auditorium

Gestaltet wurde der Abend durch Künstler, die geradezu für dieses Programm prädestiniert sind. Die Sopranistin Dorothee Mields, der Tenor Jan Kobow sowie Lucius Rühl an einem originalen Hammerflügel aus dem Jahre 1806.

Haydn in London / Sendesaal Bremen / Deutschlandradio Kultur

So riesigen Zuspruch erfuhr die Konzertlesung “Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne” (Hermann Hesse), dass am Sonntag nicht nur eine Matinée stattfand, sondern auch noch eine Wiederholung am Abend. (2x230 Zuhörer)

Der Pianist Lucius Rühl hatte eine geschickte Auswahl getroffen, so dass die Liedtexte die Dichterworte farbig illustrierten. Er fand auch die geeigneten Interpreten mit Claus Boysen, der auf seine unvergleichliche Art den Texten Leben einhauchte, und mit Hedwig Voss, deren ebenso kraftvoller wie ausdrucksstarker Sopran ihre Lieder zum leuchten brachte.

Das Programm begann und endete mit Ausschnitten von Mozart-Sonaten, von Lucius Rühl sehr ansprechend interpretiert…

Besonders reizvoll gestaltete die Sopranistin aber auch den “Zickeltanz” von E. Grieg, von

R. Strauss die “Zueignung” und von Clara Schumann das glückselig jubelnde “Lust, o Lust”.

Mit Lucius Rühl hatte sie einen zuverlässig mitgehenden Begleiter.

Bibliotheksaal Benediktinerkloster Ochsenhausen / Schwäbische Zeitung

Zur Schumann-CD:

Ein willkommener Nebeneffekt der Feierlichkeiten zu Robert Schumanns 200. Geburtstag ist, dass sie auch der Beschäftigung mit dem künstlerischen Schaffen seiner Frau Clara Auftrieb verschaffen. Wie groß die Bandbreite dieser Auseinandersetzung inzwischen ist, lässt sich am Vergleich von gleich drei neueren Einspielungen erleben.

Ein romantisierendes Bild der Künstlerehe zeichnen dabei die Sopranistin Mechthild Bach, der Pianist Lucius Rühl und der Sprecher Michael Schütz nach. In ihrem Programm kombinieren sie Lieder des Ehemans Schumann mit Liedern und Klavierwerken der mit den Schumanns befreundeten Musikern Brahms und Mendelssohn. Hinzu kommen Ausschnitte aus Berthold Litzmanns 1903 publizierter Biografie “Clara Schumann - ein Künstlerleben”. Obwohl mit Ziaten aus Briefen und Tagebüchern arbeitend, romantisiert Litzmann die schwierige Künstlerehe - wobei er immerhin im Geist der Porträtierten handelte.

Mechthild Bach dient den Liedern mit angenehmem Timbre und deutlicher Artikulation, während ihr Begleiter durch feinsinnige Gestaltung und dynamische Differenzierung auf sich aufmerksam macht.

⧉ Rezension Rondo

Und eine eigene Spannung zwischen Welt und Zaubergarten wurde durch die Wechsel aufgebaut, die die lakonischen Tagebuchaufzeichnungen mit den romantischen Liedern eingingen, gesungen von der Sopranistin Mechthild Bach.

…Das lyrisch Weiche ihrer Stimme war ideal für die Lieder der Romantik, die sie nun mit der eingebungsvollen Klavierbegleitung von Lucius Rühl sang. Lieder, die Naturstimmungen und Liebessehnsüchte zum Thema hatten. Die Stille der Natur wie in Hugo Wolfs Eichendorff-Vertonung “Die Nacht” wusste die Sängerin dabei besonders suggestiv einzufangen. Dieses Leuchten in der Stimme, das auch ihre große Lehrerin Elisabeth Schwarzkopf auszeichnete, gab ihrem Gesang nicht selten eine ganz visionäre Dimension, wovon nicht zuletzt Schumanns “Sehnsucht nach der Waldgegend” schönste weiträumige Wirkung erlangte. Eine sehr rund und reif klingende Stimme, welche die farbensatten Aufschwünge von Brahms, die schmiegsame Hymnik und weitgeschwungenen Legatobögen von Strauss (“O süßer Mai”) berückend einfing. Kraftvoll aufrauschen ließ sie das Strauss-Lied “Zueignung”…

Hesses liebstes Klavierstück, Schumanns “Vogel als Prophet” musizierte Lucius Rühl ebenso improvisatorisch aufgeweckt, wie das heitere Finale aus Mozarts C-dur Sonate, die der Dichter am Vorabend seines Todes ein letztes Mal auf den Plattenteller legte.

Heidelberger Schlossfestspiele / Rhein-Neckar-Zeitung

Hedwig Voss, Sopran, beeindruckte vor allem in den mittleren Tonlagen und lyrischen Passagen mit einer immer klaren, raumfüllenden Stimme, die auch in den hohen Tonlagen Tragfähigkeit und Reinheit nicht verlor…

Lucius Rühl beeindruckte als einfühlsamer Begleiter genau so, wie mit seinen reichen Ausdrucksmöglichkeiten als Solist.

Die Lesungen von Michael Schütz wirkten gerade durch seine Zurückhaltung. Sein Verzicht auf jedes falsche Pathos brachte den Zuhörern die Gefühlswelt der Zeit nahe, ohne dass sie befremdend aufdringlich wurde. Man fühlte sich mitgenommen in das Geschehen, wurde beim Mithören gleichzeitig mitfühlend.

Viele Lieder stehen in direktem Zusammenhang zu Geschehnissen ihres Lebens. Ein insgesamt vorzügliches Konzert.

Städt. Bühnenhaus Wesel / Rheinische Post

Christiane Rost mit ihrem glockenhellen, vor allem in der Höhe kraftvollen Sopran, dem die Opernerfahrung anzuhören war, sang die sehr klug ausgewählten Lieder des Komponisten-Ehepaares….

Lucius Rühl war ein intensiv mitgestaltender Begleiter am Flügel, der auch als Solist zu gefallen wusste.

Zusammengehalten wurden diese musialischen Stationen einer großen Liebe durch Michael Schütz, der aus Tagebüchern und Briefen rezitierte und mit unnachahmlicher Gestaltungskraft diese beiden ungewöhnlichen Künstlerpersönlichkeiten lebendig werden ließ.

Das Nachspiel aus “Frauenliebe und Leben” gestaltete Lucius Rühl wie ein Requiem.

Nicht enden wollender Beifall dankte den drei Künstlern für einen unvergesslichen Abend…

Bibliotheksaal Benediktinerkloster Ochsenhausen / Schwäbische Zeitung

Diese CD ist ein Kleinod! Mit Mechthild Bach perfekt besetzt, die auch feinste emotionale Nuancen der Lieder inniglich, aus dem Herzen, doch niemals aufgetragen singt. Die Kombination aus gelesenem Briefwechsel und entsprechenden Kompositionen ist sehr gelungen. Sehr dichte, berührende und bewegende CD, die ich nur wärmstens weiterempfehlen kann.

Petra M. / Stimme von Amazon

Sehr geehrter, lieber Herr Rühl,

ich möchte mich bei Ihnen noch einmal ganz herzlich für die Konzeption und für die Mitwirkung bei unserer Hermann-Hesse- Konzertlesung bedanken. Die Veranstaltung (2x ausverkauft, über 400 Zuhörer) war für uns ein voller Erfolg, und ich bekomme bis heute immer noch positive Reaktionen darauf. […]

Ihnen noch einmal herzlichen Dank und ein großes Kompliment für die Konzertlesung. Vielleicht sind Sie ja in nicht allzu ferner Zukunft wieder einmal Gast bei uns? Ich würde mich darüber freuen und wünsche Ihnen bis dahin eine gute Zeit.

Mit freundlichen Grüßen Michael Schmid Dankschreiben, Kulturamtsleiter Stadt Ochsenhausen